Kursdetails

2611ESB014 Das Festspiel „ Trenck der Pandur vor Waldmünchen“

Beginn Sa., 01.08.2026, 15:00 - 23:59 Uhr
Kursgebühr 69,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Erhard Walberer

Programm zum Besuch der Trenckfestspiele am 1. August in Waldmünchen.
Um 15:00 Uhr Abfahrt nach Waldmünchen
Um 16:30 Uhr Besichtigung des verschwunden Dorfes Grafenried. Grafenried war ein Dorf gleich hinter der Grenze in Tschechien. Die 800 Einwohner wurden nach dem 2. Weltkrieg vertrieben und das Dorf dem Erdboden gleich gemacht. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben Deutsche und Tschechen zusammen die Überreste ausgegraben und konserviert. Heute kann man die Überreste als Mahnmal besichtigen.
Anschließend Fahrt nach Waldmünchen in den Trenckstadl zum Abendessen um 19:00 Uhr.
Um 20:00 Uhr Führung hinter die Kulissen Der Freilichtbühne an der Burg.
Um 21:00 Uhr Beginn der Aufführung „Trenck der Pandur vor Waldmünchen“.
Ende der Vorstellung 23:00 Uhr.
Anschließend Rückfahrt in die Heimat. Ankunft gegen 1:00 Uhr.
Das Festspiel „Trenck der Pandur vor Waldmünchen“ spielt im Erbfolgekrieg Österreichs (1740 bis 1748). Nach dem Tod Kaiser Karl VI war das Haus Habsburg ausgestorben weil es keinen männlichen Nachfolger gab. Seine Tochter Maria Theresia bestieg den Erzherzogsthron Österreichs. Mehrere europäische Fürsten stellten eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande und das römisch-deutsche Kaisertum. So kam zum Krieg der fast ganz Europa erfasste auch Nord- und Südamerika. Der Krieg endete mit dem „Friede von Achen.
Die Geschichte von „Trenck der Pandur“ thematisiert den Einmarsch des berüchtigten Pandurenoberst Franziskus Freiherr von der Trenck im Jahr 1742 in Bayern, der Angst und Schrecken verbreitete. Er plünderte zahlreiche Städte auch Cham brannte er nieder und belagerte Waldmünchen, was zu einem jährlichen historisches Freilichtspiel mit über 300 Schauspielern geführt hat, das die dramatische Geschichte mit dem Schwerpunkt auf dem historischen Hintergrund sowie den drei einflussreichen Frauenfiguren wiedergibt.
Die Kaiserin Maria im fernen Wien, der Trenck in glühender Verehrung ergeben ist und für die er bereit ist, „lachend in den Tod“ zu gehen.
Die Zigeunerin Mariuzza, die Trencks Schicksal voraussieht, aber in ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihm mit Blindheit geschlagen ist.
Die schöne Kathi Schwab aus Cham, die Trenck aus der niedergebrannten Stadt zunächst als Kriegsbeute entführt hat, die sich dann aber dem wilden Panduren Obristen als Geliebte hingibt, weil sie erkennt, dass durch die Liebe „alle Sinne sich zum Besseren kehren.
Die Entstehung des Festspiels.
Im März 1950 beschloss der Festausschuss der Stadt Waldmünchen ein Festspiel in Verbindung mit dem Heimatfest zu veranstalten und Dr. Georg Walberer, der nun wieder ganz in Waldmünchen lebte, zu bitten die Inszenierung dafür zu übernehmen.
So wurde Georg Walberer Texter, Regisseur und erster Trenck Darsteller. Am Sonntag den den 16. Juli 1950 wurde das Freilichtspiel „ Trenck der Pandur vor Waldmünchen“ uraufgeführt.
2026 ist die 75 zigste Festspielzeit in ununterbrochener Folge.
Wer war Dr. Georg Walberer?
Er war der Sohn von Barbara geb. Wittmann und Erhard Walberer. Sein Vater Erhard Walberer stammte aus Pechhof Gemeinde Schwarzenbach. Er war Eisenbahner und wurde nach Lohma versetzt. Dort lernte er seine Ehefrau Barbara kennen. Sie stammte aus der Familie Wittmann aus der auch der allseits bekannte Bischof Georg Michael Wittmann stammte. Georg Walberer wurde am 21.3. 1905 im Lohma geboren. Sein Vater wurde dann nach Waldmünchen versetzt und zum Bahnhofvorstand befördert. Georg studierte in Würzburg Jura und Promovierte am 3.9.1932 als Dr. jur. Georg Walberer. Parallel dazu absolvierte er die Ausbildung für Sologesang von 1925 bis 1932 in Würzburg. Er arbeitete am Amtsgericht in Würzburg und als Opernsänger am Staatstheater Würzburg. Bereits hier erhielt er ausgezeichnete Kritiken.
Seine nächste Station war das Staatstheater Stuttgart mit zahlreichen Auftritten und hervorragenden Kritiken.
Bis 1938 arbeitete er dann als Heldenbariton an der Staatsoper Danzig als Heldenbariton in zahlreichen Rollen. Hier ein Auszug aus einen Zeitungsbericht der Danziger neuen Presse vom 12.November 1936 nach seinem Auftritt als Amonasro in Aida: „Aus einem Guss war auch der Amonasro Dr. Georg Walberers. In Beherrschtheit der Darstellung jeder Zoll ein König, der er ja auch sein soll und nicht der der halbwilde Räuberhauptmann, wie er oft dargestellt wird. Seine mächtige Baritonstimme verliert auch bei Kraftstellen nichts von seiner schönen Weichheit und ist der italienischen Kantilene sehr wohl zugänglich.
Von September 1938 bis Mai 1940 plagte ihn eine schwere Krankheit mit Mandeleiterung und Verlust der Stimme. Es war ein Schwerer Schlag für ihn und das Ende seiner großartigen Opernlaufbahn.
Verheiratet war Georg Walberer mit Vera von Jerin einer Schauspielerin.
Von 1946 an unternahm er Stimmstudien zur Wiedergewinnung der Sprechstimme.
1951 absolvierte die Ausbildung zum Volksbildner (Erwachsenenbildung)
1953 wurde er Ausbildungsleiter im Bundesluftschutzverband. Bis 1958 stieg er auf bis zum Landesstellenleiter des BLSV.
1975 bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine besonderen Verdienste.
Er war leidenschaftlicher Jäger und Naturfreund. Gerne besuchte er auch alte Freunde und Verwandte in Pechhof und Dießfurt die ihn alle Onkel Schorsch nannten.
Am 2. Juni 1979 starb er in Waldmünchen und wurde dort auch beerdigt. Er geniest immer noch großes Ansehen in Waldmünchen. An seinem Haus in der Schiessangerstr.3 wurde eine Gedenktafel für ihn angebracht.
Vor einigen Jahren haben Erhard Walberer aus Pressath und Michael Altmann aus Schwarzenbach Familienforschung über die Familie Walberer gemacht und dabei über Verwandtschaft zu Dr. Georg Walberer erfahren. Dadurch entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis zum Trenckverein Waldmünchen.



Der Kurs liegt bereits im Warenkorb

Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Termine

Datum
01.08.2026
Uhrzeit
15:00 - 23:59 Uhr
Ort
Waldmünchen